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21.08.2009 at 4:46 pm by FloridaUrlaub

Verkehrsregeln - Autofahren in den USA

Zu einem in den USA gehört ein Auto eigentlich zwingend dazu. Selbst in Städten wie San Francisco oder Los Angeles werden Sie ohne Auto keine rechte Freude haben. Einzih New York kann ich leider nicht beurteilen, weiss aber aus Erzählungen, dass man dort MIT Auto keine Freude hat. Btw kann einem das in Los Angeles auch passieren. Grundsätzlich ist der Gang zur Station der Autovermietung der erste Weg nach gemeisterter Einreisprozedur und dem Gewinn des Gepäckroulettes. Hier bekommt man dann – mal schneller, mal langsamer – seine Papiere und kann das Fahrzeug abholen gehen. Und dann geht es los, mit der ersten Fahrt in den USA. Dabei gibt es einige Sachen zu beachten – meistens bereits unmittelbar bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus mit den (die folgenden Punkte sind ein Erfahrungsbericht, KEINE Rechtsberatung!!!):

1. Ampeln stehen auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung!
Für uns deutsche total ungewohnt und daher am Anfang etwas für die Konzentration. Wenn Sie an eine Ampel fahren müssen Sie weit davor anhalten, sie steht nämlich auf der gegenüberliegenden Seite. Auch wenn es am Anfang sehr ungewohnt ist und gerade nach 10 Stunden Flug und Zeitverschiebung nicht gerade schön ist, wenn man sich so konzentrieren muss ist es doch, was mich inzwischen am meisten freut – man muss sich nicht den Kopf verdrehen, um zu erkennen, ob die Ampel grün geworden ist.

2. Rechtsabbiegen bei roter Ampel ist grundsätzlich erlaubt!
Wenn Sie als Rechtsabbieger an einer roten Ampel anhalten und es hinter ihnen auf ein mal anfängt zu hupen bitte nicht wundern. Sie dürfen hier abbiegen, auch wenn dies nicht explizit so gekennzeichnet ist. Im Gegenteil – nur wenn es NICHT erlaubt ist weist ein Schild darauf hin (“No turn on red”). Sie können also, wenn frei ist, einfach losfahren.

3. All-way-stop: Wer zuerst kommt, malt zuerst!
In Deutschland gilt an unbeschilderten Kreuzungen rechts vor links. Das gibt es so in den USA nicht. Hier stehen oft mehrer Stop-Schilder an den verschiedenen Kreuzungseinfahrten. Das bedeutet, langsam an die Kreuzung heranfahren, anhalten, schauen, wer zuerst kam, darf zuerst fahren und dann in der Reihenfolge der Ankunft. Hier gilt: dadurch, dass man so langsam an die Kreuzung ran fährt und wirklich alle anhalten, kommt es zu keinen nennenswerten Komplikationen. Klar ist: zögert man zu lange fährt der nachfolgende einfach los. Das ganze spielt sich aber in der Regel so langsam ab, das es erfahrungsgemäß zu keinen Komplikationen kommt.

4. Orientierung
Inzwischen bieten alle Mietwagenunternehmen für relativ überschaubare Preise Navigationsgeräte an, die natürlich ähnlich einfach zu bedienen sind, wie in Deutschland. Damit ist die Orientierung grundsätzlich am leichtesten. Insgesamt sind aber amerikanische Städte und Straßen übersichtlicher organisert. Wie man navigiert, in der Stadt oder auf dem Highway, ist noch mal einen eigenen Artikel wert. Grundsätzlich hängen aber große Schilder an den Ampeln (also auf der Gegenüberliegenden Straßenseite) mit dem Straßennamen der kreuzenden Straße.

5. Überholen
Überholen funktioniert im Grunde wie bei uns. Eine besonderheit gibt es: rechts überholen ist erlaubt. Man kann also auf dem Highway bequem rechts an einem langsameren Fahrzeug vorbei fahren. Das ist vor allem zu beachten, wenn man auf die rechte Spur wechseln will, denn da könnte ebenfalls gerade ein Auto kommen!

Soweit mal die gröbsten Dinge, die man wissen sollte, bevor man in den USA Auto fährt. Beachten Sie auch, dass die Regelungen sich von Staat zu Staat unterscheiden können. Die Vermieter geben in der Regel kurze Informationen, zugeschnitten auf den jeweiligen Bundesstaat, mit. Insbesondere die Tempolimits unterscheiden sich schon recht stark. Insgesamt habe ich das Fahren in den USA immer als entspannend empfunden, da alles etwas langsamer abläuft, als in Deutschland!

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2 comments to Verkehrsregeln – Autofahren in den USA